Kurzmeldung

17.Juni 2019
Der Velocita Blog ist jetzt 8 Jahre alt und hat etwas Speck angesetzt, den man nicht so leicht „wegoperieren“ kann. Es gibt viele Links auf Elemente des Blogs, diese sollen weiter funktionieren. Daher starten wir mit Beginn 2019


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Montag, 8. Juli 2013

wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen – Bergkriterium in Schwarzenbach/Pielach


Bergkriterium, Rundenlänge 1,5 Kilometer – die Ausschreibung des 2. Renntags der Radsport Strobl Classics hörte sich mal spannend an. 

Also machte ich mich am Sonntag auf den Weg ins Pielachtal. In Schwarzenbach angekommen wiesen Schilder „Radrennen“ unübersehbar zum Ort des Geschehens. 

Also folgte ich den Pfeilen, doch nach den letzten Häusern sah es eher nach dem Weg zum Dschungel-Camp, als zum Start eines RENNRAD-Rennens aus.
Eine schmales Gäßchen, ein wildromantisches Bächlein und üppige Vegetation. Als ich bereits ernsthaft zu zweifeln begann, sah ich die ersten Anzeichen von Zivilisation – parkende Autos – weiterfahren zwecklos. Also Rad ausgepackt und auf Erkundungstour begeben. Und tatsächlich: nach einigen hundert Metern begann sich das Dickicht zu lichten, das Tal öffnete sich, Absperrbänder und ein Feuerwehrmann versperrten den Weg – also doch Radrennen?
Und tatsächlich, bald scheinbar aus dem Nichts jagten mit einem Höllentempo Nachwuchsfahrer über ein Brücklein und traten nach einer scharfen Kurve mächtig an.  Weiter vorne dann das Unglaubliche – richtige Rennatmosphäre!  Ein gelber Sponsor-Luftbogen als Start und Ziel wie bei der Österreich-Rundfahrt, Absperrungen, ein großes Zelt mit Gastronomie – das Union Radrennteam Pielachtal hatte da in der Einschicht bemerkenswertes auf die Beine gestellt.  Gleich begab ich mich auf eine Besichtigungsrunde und die hatte es in sich. Nach einigen hundert Metern eine scharfe Linkskurve, dem gleich ein ca. 300 Meter langer 10% Anstieg auf einem frisch geteerten Weg folgte. Nach einem kurzen beinahe Flachstück gings in rasanter Fahrt mit ein paar Sanften Kurven im Super-G-Stil bergab bis zur eingangs erwähnten Brücke. Hier war gefühlvolles Anbremsen der Kurve gefragt, was durch zwei Bodenwellen noch erschwert wurde. Gut, ein paar Mal o.k., aber 21x im Kriteriumsstil mit Wertung in jeder dritten Runde? Eins war klar: Das würde ein „Ausscheidungsrennen“ werden, bei dem man seinen eigenen Rhythmus fahren muss.

Dann nach einiger Wartezeit endlich der Start. Ich gehe als Zweiter hinter einem Fahrer vom Hrinkow-Team in die erste Kurve, als es aus dem Feuerwehrwagen unüberhörbar erschallt: „Und das war der Start, Vettel geht als Führender in die erste Kurve!“  Ich schließe auf gleiche Höhe mit dem Hrinkow-Fahrer auf und sage zu ihm: „Ah, du bist also der Vettel …“. Der Sportsfreund war aber offenbar in Erwartung der Dinge nicht zum Scherzen aufgelegt und ignorierte mich :). In der zweiten Runde zogen die Favoriten Lackner, Rautner und Langegger davon, Masters-Weltmeister Gerhard Hrinkow und ich folgten knapp dahinter. In der dritten Runde dann die erste Wertung. Hrinkow verbremste sich bei der „haarigen“ Kurve nach der Abfahrt, ich ziehe innen an ihm vorbei und trete gleich an. Zu meiner Überraschung konnte ich das „Loch“ rasch ausbauen, Gerhard hatte wohl resigniert. Der erste Punkt war also auf meinem Konto. Mir gelang es dann in der nächsten Runde auf der Zielgeraden an die Führenden aufzuschließen, bergauf attackierte aber Rautner und ich musste wieder abreissen lassen. Der Abstand auf das Führungstrio blieb in der Folge aber in etwa gleich, auf die Verfolger wurde er immer größer. Nach der vierten Wertung musste Langegger Lackner und Rautner ziehen lassen und ich schloss zu ihm auf. Die letzten drei Runden machten sich dann bei mir Anzeichen eines Krampfes bemerkbar und ich konnte Karl nicht mehr folgen, was aber am Ergebnis ohnehin nichts mehr änderte.   

Siegerehrung M1-M3
Copyright © Florian König 
 
Dies bedeutete für mich in der Endabrechnung mit 9 Punkten den vierten Platz. Den Sieg holte sich Wolfi Lackner vom PSV Wien GIGA Sport.